Wie war der Urlaub?

Ich war ja nun mal die letzten 10 Tage in Frankreich im Urlaub. Ich muss sagen, der Urlaub war schön. Doch jetzt kommt das große Aber: Viele der Franzosen waren irgendwie sehr unfreundlich. Ich weiß nicht mal, warum. Ich mein, wir haben uns sicherlich nicht so verhalten, als dass man uns unfreundlich behandeln müsste. Besonders schlimm war es am zweiten Tag. Sam und ich wollten uns bei MIDI SPORT in Sète zwei Roller mieten, da das ewige Den-Berg-Runter-und-Rauf-Gefahre mit dem Auto ziemlich nervig war. Also sind wir zu dem Laden hin und haben mal gefragt, ob sie denn zwei Roller für uns zum mieten hätten. Dazu muss man sagen, dass vor dem Laden mehrere Roller standen, die alle nicht neu aussahen und offensichtlich zum Vermieten waren. Auf einem prangte ja sogar eine Werbung dafür. Uns wurde ziemlich unfreundlich gesagt, dass wir nur einen haben könnten, und das auch erst am nächsten Tag ab 14 Uhr und auch nur für eine Stunde. Bum, Zack, Aus. Naja, somit war die Idee des Roller mietens mehr oder weniger gestorben. Wir sind zwar noch ein wenig durch die Gegend gedüst, haben aber nichts anderes mehr gefunden, wo man Roller hätte mieten können.

Aber auch ansonsten waren die Franzosen oft unfreundlich. Komischerweise, als wir uns mal in den Läden nur auf Englisch unterhalten hatten, war das Ganze nicht so. Also scheint es immer noch so zu sein, dass die Franzosen uns Deutsche nicht wirklich leiden können. Woher das kommt? Ich kann leider nur Vermutungen anstellen (was wir auch schon zur Genüge im Urlaub getan haben).

Aber wie schon gesagt, der Urlaub war trotzdem schön. Wir hatten zwar ein paar Tage mit dem Mistral zu kämpfen und es war nur mäßig warm, aber das ist ja nur halb so schlimm. Wir waren an einem der beiden „Mistral-Tage“ am Strand. Das Wasser war recht kühl, aber es war trotzdem super. Und ja, ich bin meine typische Nerd-Weiße am Körper ein wenig losgeworden 😉

Wenn wir nicht gerade durch die Stadt getingelt sind oder am Pool lagen, haben wir uns sogar Kultur angetan. Wir waren einmal in einem Museum in Sète, wo es eine Austellung von Künstlern aus der Karibik gab (Ich fand die Kunst teilweise seeeehr strange), ein anderes Mal haben wir einen Tagesausflug nach Carcassonne gemacht.

Carcassone

Ich war überwältigt. Die Stadt Carcassonne sieht auf den ersten Blick aus, wie eine typisch französische Kleinstadt, wäre da nicht die riesige Burg, die auf einem Hügel über die Stadt wacht. Nachdem wir uns Frühstück in einem kleinen Lebensmittelladen geholt hatten, haben wir uns auch gleich auf den Weg zur Burg gemacht. Und je näher man kam, desto gewaltiger wirkte die Burg. Man muss dazu sagen, dass die Burg Carcassonne an sich nicht die originale Burg ist. Sie wurde von Eugène Viollet-le-Duc im 19. Jahrhundert restauriert und wiederaufgebaut. Die Stadt in der Burg ist sehr eng, die Häuser klein und die Gassen voll von Touristen. Man sieht schon auf den ersten Blick, dass es dort auch wirklich nur um Tourismus geht. Es wirkt fast wie auf einem Mittelaltermarkt. An jeder Ecke bekommt man Ritterspielzeug, etc. Aber trotzdem ist es seht sehenswert. Man sollte allerdings schauen, dass man sich mit Grundsätzlichem wie Getränken, Snacks, etc. schon vorher versorgt, da in der Burg alles recht teuer ist. Ich lege euch übrigens ans Herz, das „Museum der Folter“ nicht zu besuchen. Der Eintrittspreis ist ungerechtfertigt hoch (7,- € p.P.) für ein winziges Museum mit Zeug, was man eigentlich schon überall gesehen hat. Auch der Eintritt in das Château comtal, also das Schloss innerhalb der Festung, war nicht gerage günstig mit 8,- € p.P., hat sich aber wirklich gelohnt. Man darf über die Schlossmauern laufen und erfährt auf jeden Fall sehr viel über die Stadt und die Festung.

Weiterhin, wenn man in der Cité was Essen sollte, was sich ja, wie eigentlich überall in Südfrankreich erst so gegen 19 Uhr lohnt, sollte man tatsächlich nicht zu geizig sein. Wir hatten in einem der Restaurants das kleinste Menu (13,- €) und es war wirklich seeeeeehr klein. Meist lohnen sich die Menus ja wirklich in den Restaurants, aber dort sollte man lieber 3-4 Euro ausgeben und nicht das kleinste Menu nehmen. Dann wird man zum einen satt und zum anderen auch wirklich wie ein Gast und Kunde bedient!

So, das wars für Erste. Ich werde in einem der nächsten Posts noch mal ein wenig auf die Restaurants eingehen, in denen wir so zu Abend essen waren.

So weit, au revoir!

Weekly Links 5. July 2010